Psychologische Praxis Hummel

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Biographie


Aufgrund meiner mittelmäßigen bis schwachen Schulleistungen habe ich am eigenen Leib erfahren, wie man sich als schlechter und relativ unmotivierter Schüler doch noch in einen guten und motivierten Studenten verändern kann und - noch viel wichtiger - wie sich daraus auch die Lebensperspektive völlig verändern kann. 


Nach der Grundschulzeit wechselte ich als durchschnittlicher Schüler auf das Gymnasium, wo ich zunächst mittelmäßig blieb und dann ein immer schlechterer Schüler wurde bis ich in der siebten Klasse sitzen blieb. Das Abitur habe ich mit einer Note von 3,7 überraschender-weise irgendwie dann doch geschafft. Ich war überzeugt davon ein schlechter Schüler zu sein. Schule war für mich wirklich eine Quälerei, was sicherlich an der Struktur von Schule lag aber auch an vielen Lehrern, zu denen ich keine positive Beziehung aufbauen konnte. Heute kann ich die Jugendlichen gut verstehen, die diesen Schul-Weg nicht zuende gehen wollen und nach Alternativen suchen.


Nach dem Abitur 1985 habe ich meinen Zivildienst 20 Monate in einem Altenheim ab-geleistet. Hier lernte ich die harte Arbeit in der Pflege und in der Küche kennen. Durch-schnittlich 12 Tage arbeiten, um dann ein Wochenende frei zu haben. Auf der anderen Seite erlebte ich viel Engagement der Mitarbeiter, die unter schwierigen Bedingungen das Beste für die alten Menschen möglich machten.


Von 1987 bis 1994 habe ich in Duisburg Diplom-Pädagogik studiert. Die Studienzeit verzögerte sich, weil ich im Hauptstudium schwer erkrankte. Im Studium konnte ich meine Schwerpunkte und meine Studieninhalte weitgehend selbst bestimmen. Nach einem befriedigenden Vordiplom ging die Notenerfolgskurve immer weiter nach oben und ich konnte dann 1994 mit sehr gut abschließen. 

Das Unglaubliche war für tatsächlich passiert. Wie kann es möglich sein, sich von einem unterdurchschnittlichen Schüler zu einem einser Studenten zu wandeln? Ich bin sehr dankbar dafür, dass ich das erleben durfte, sonst würde ich vermutlich heute völlig anders arbeiten und das in jedem innewohnende Entwicklungs- und Veränderungspotential eher vernachlässigen.  


Während des Studiums habe ich als Aushilfe in der Psychiatrie gearbeitet und meine Ausbildung zum Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten begonnen. Als Ausgleich habe ich damals mit Kundalini Yoga begonnen und war fasziniert über die ersten Erfahrungen in meiner Körperarbeit, um den Geist zu fokussieren und zu beruhigen.


Mein beruflicher Einstieg war 1994 die offene Jugendarbeit in einem selbstverwalteten Jugendzentrum. Nach einem Jahr wechselte ich 1995 in die stationäre Jugendhilfe, sprich Kinderheim und lernte den Heimalltag intensiv kennen. Privat habe ich mein Training in traditioneller ostasiatischer Kampfkunst begonnen, da mein Yoga Lehrer ausgewanderte und mich auf der anderen Seite Kämpfen lernen schon immer faszinierte.


Als ich 1997 meine Zulassung zur psychotherapeutischen Arbeit nach dem Heilpraktiker Gesetz erhalten habe und 1999 meine Weiterbildung zum Kinder- und Jugendlichen-psychotherapeuten abgeschlossen und die Approbation erlangt habe, spielte mit den ersten Gedanken mich selbständig zu machen.


Zunächst aber wechselte ich nach drei Jahren Gruppendienst 1998 in den gruppenüber-greifenden Dienst im Kinderheim und arbeitete therapeutisch hauptsächlich mit männlichen Kindern und Jugendlichen. Viele Verhaltensauffälligkeiten dieser Kinder hatten ihren Ursprung in traumatischen Erlebnissen und dementsprechend lag der Schwerpunkt meiner Arbeit auf der Stressregulation. Die intensive Zusammenarbeit mit den Pädagogen in den Gruppen wie den Eltern gehörte zum Alltag.

Gewissermaßen habe ich dort mein Hobby zum Beruf gemacht. Seit 1994 trainierte ich regelmäßig ostasiatische Kampfkunst bei verschiedenen Trainern. 2005 habe ich den Schwarzgurt und somit den 1. Dan erlangt und 2008 den 2. Dan. Wir haben im Kinderheim die Idee entwickelt, die Kinder in Kampfkunst zu unterrichten, um sie nicht nur auf der kognitive Ebene zu erreichen. Mit den traumatisierten Kindern habe ich dann begonnen meine bzw. unsere ersten Schritte in Richtung Sozialkompetenztraining zu gehen und dabei Selbstverteidigung, Kampfkunst und Psychotherapie zu verbinden. Viele Kinder suchten Sicherheit damit sie nicht wieder Opfer von weiteren Übergriffen werden konnten. Die Problematik in der psychotherapeutischen Arbeit mit diesen Kindern bestand darin, dass auch erfolgreiche therapeutische Einheiten im geschützten Rahmen des Therapieraums häufig zu keiner Verhaltensänderung führte, wenn die Kinder wieder mit ihren Peers zusammen waren. 

Ich habe also diese Kinder in Kampfkunst geschult und viele Einheiten von Meditation und Yoga eingebaut. Idealerweise hatte ich meisten Kinder im einzeltherapeutischen Kontext und in der Kampfkunstgruppe. Mehrmals bin ich mit diesen stark verhaltensauffälligen Jugendlichen nach München zur Deutschen Meisterschaft oder zu Lehrgängen in der Nähe gefahren. Bei den vielen Fahrten ist nicht einmal eine problematische Situation mit "meinen Jugendlichen" entstanden. Die ernsthafte Beschäftigung mit Kampfkunst scheint an sich schon emotionsregulierend zu sein. Dieses Zusammenspiel von Kampfkunst und psychotherapeutischen Techniken hat sich auch stetig weiterentwickelt zu einem Sozialkompetenztraining und heißt nun „Wahrnehmungs-, Grenz- und Ichstärkung“. In diesem Programm wird auf Schläge und Tritte vollständig verzichtet, was auch nicht notwendig ist, um sich wirklich zu wehren. 

Nach vielen Fortbildungen in meiner „Heimzeit“ u.a. zur Kinderschutzfachkraft nach §8a SGB VIII zum Thema sexueller Missbrauch, Kinesiologie, PEP (nach Dr. Michael Bohne) habe ich stufenweise meine Arbeitszeit dort verringert und schließlich 2011 bei meinem Arbeitgeber gekündigt und mich mit meiner Psychologischen Praxis selbständig gemacht. Seit 2006 arbeite ich in eigener Praxis mit den Schwerpunkten Psychotherapie und Beratung bei Erwachsenen und Kindern und mit Sozialkompetenztrainings an Schulen. In der psychologischen Arbeit wurde das Zusammenspiel von Körper, Geist und Seele und Psychotherapie zum Schwerpunkt meiner Arbeit. Auch in der Einzeltherapie kommen viele (Körper-) Entspannungstechniken, kinesiologische Übungen und auch Klopftechniken zur emotionalen Stressregulierung zum Einsatz. 


Seit 2017 hat sich das Arbeitsgebiet erweitert und ich arbeite mit meiner Kollegin Gordana Petrinic im neugegründeten IVASO Institut. IVASO steht für Institut für Verbindungsarbeit und Sozialkompetenz. Gordana bietet fantastische und passgenaue Coachings und Fortbildungen für Einzelpersonen und ganze Teams an und ihr Sozialkompetenztraining Beziehungs-, Werte- und Begegnungskultur. Ich biete mein Sozialkompetenztraining an und berate die Kunden in Hinblick auf die finanziellen Förderungen unserer Sozialkompetenz-trainings, die in der Regel bei 80 – 100% liegen. Mittlerweile können wir auch verschiedene Coachings und Fortbildungen für pädagogische Fachteams fördern lassen. Die entsprechenden Anträge werden für die Kunden unterschriftsreif vorbereitet.

Aktuell machen wir auch an Schulen verschiedene Integrationsprojekte insbesondere mit Kindern aus Südost Europa. 

 
 


Vertrauensvolle Zusammenarbeit!


Zusammen arbeiten!


Im Hochseilgarten


SKT "Wahrnehmungs-, Grenz- und Ichstärkung"

 


Peter mit Großmeister Robert E. Baudoin (USA) 2011 bei der Europameisterschaft in Holland